„12ZOLL – In zehn Songs um die Welt“ ist eine auditive Reise um die Erde in 33 Runden pro Minute, der Geschwindigkeit in der eine Schallplate auf dem Plattenteller rotiert. Im Gegensatz zum romantischen Namenspaten, dem Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne geht es in 12ZOLL auch an Orte, die kein Happy End versprechen. Mit Liedern von Japandroids, The Cure, Muff Potter, Stereo Total, Queens Of The Stone Age, The Smiths, They Might Be Giants, The Libertines und den Beastie Boys werden Geschichten aus den größten Metropolen dieses Planeten erzählt. Liebe, Freundschaft und Familie werden ebenso thematisiert wie Suizid, Drogenkonsum oder die käufliche Liebe. Wir bereisen die Städte Vancouver, Berlin, Den Haag, Brooklyn, Tokyo, Mexico City, London, Bangkok, Istanbul und Kairo.
Jedes Cover versucht konzeptionell und grafisch sowohl der Identität der Band, ihrer bestehenden Bio- und Diskographie gerecht zu werden, als auch an die Thematik des Textes und der jeweiligen Ästhetik der Stadt anzuknüpfen. Vinylfarbe und ein Labeletikett sind ebenfalls stimmig auf die Covergestaltung abgestimmt. Gesammelt werden die Schallplatten in einer mit Leinen bezogenen und besiebdruckten Schlagkassette.
Zusammenfassung
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit werden fiktive Schallplattencover zu diversen Songs renommierter Künstler der letzten 35 Jahre gestaltet. Ziel meiner Bachelorarbeit ist es, viele Facetten meiner Arbeit als Kommunikationsdesigner zu zeigen, da das Format und der Zweck eines Schallplattencovers eine unglaubliche Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten und Interpretationsansätzen zulässt. Sowohl konzeptionell, als auch gestaltungstheoretisch über Komposition, Bildsprache, Symbolik, Typographie, der Auswahl an Materialien und Werkzeugen lässt sich anhand der Gestaltung eines Musikmediums somit die komplette Bandbreite eines Grafikers zeigen, der nicht nur sein Handwerk verstehen, sondern auch dem jeweiligen Künstler und seiner Corporate Identity gerecht werden muss. Die Gestaltung eines LP-Covers ist sowohl als Mittel der Identifikation, eines künstlerischen Mehrwerts und nicht zuletzt als Marketinginstrument, sowohl der Musikindustrie als auch unabhängigen Musikern seit Mitte des 20. Jahrhunderts, unabdingbar. Somit soll diese Arbeit nicht nur mein Empfinden von Kunst, Design und Ästhetik zeigen, sondern auch Ansätze liefern, ein veraltetes Medium wie dem Tonträger in Zeiten von Musikstreaming-Diensten und Downloadplattformen anhand ausgefallener Produktions- und Verpackungsmethoden für den Musikmarkt wieder interessant zu machen.